Wie Sie in nur 3 Schritten das Vertrauen zu Ihren Patienten gewinnen können

Die meisten Zahnärzte werden bei Ihrer Berufswahl vor allem von dem Wunsch geleitet, Menschen zu einer besseren Zahngesundheit zu verhelfen. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn ein Patient dank Ihrer Behandlung die Praxis mit einem gesunderen und schöneren Lächeln verlassen kann. Dies wirkt sich langfristig natürlich auch positiv auf Ihre Karriere aus.  

Trotz der offenkundigen Vorteile der regelmäßigen Zahnpflege, betrachten viele Patienten das Berufsbild des Zahnarztes immer noch mit Argwohn und Misstrauen. Oft ist das fehlende Verständnis für die Notwendigkeit bestimmter Behandlungen der Grund.

Mit dem Aufkommen von Online-Informationsplattformen wie WebMD bringen viele Patienten mittlerweile ihre eigenen Selbstdiagnose- und Behandlungspläne in die Praxis mit. Dies kann es mitunter schwieriger gestalten, das Vertrauen der Patienten aufzubauen. Dies gilt vor allem für Patienten mit negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit. Da der erste Kontakt eines Patienten mit Ihrer Zahnarztpraxis häufig über Ihre Website zustande kommt, ist es essentiell, die richtigen Informationen anzubieten, um sie zu einem ersten Termin zu motivieren. Sofern in Ihrem Land rechtlich zulässig, sollten Sie klare und präzise Informationen zu Ihren Kompetenzen und Dienstleistungen anbieten. Erläutern Sie darüber hinaus auch, wie Ihre Behandlungskonzepte der Zahngesundheit des Patienten zugutekommen.

 

1. Nehmen Sie sich Zeit, um die tatsächlichen Sorgen und Wünsche Ihres Patienten zu erkennen

Beim ersten Behandlungstermin kann es herausfordernd sein, einem Patienten eine umfangreicheres und zeitaufwendiges Gespräch zu widmen, anstatt sich sofort auf die unmittelbaren Beschwerden zu stürzen. Sofern umsetzbar, können Sie in einer kurzen Patientenbefragung tiefer gehende Fragen stellen und dadurch mögliche Sorgen des Patienten hinsichtlich der Zahngesundheit, sowie deren Auswirkungen auf das Leben herausfinden. Dieser Ansatz nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch. Das Erkennen der tatsächlichen Ängste und Wünsche ermöglicht es Ihnen jedoch, Ihre Behandlung exakt auf die spezifischen Bedürfnisse auszurichten und in weiterer Folge zusätzliche Services anzubieten, die für den Patienten sonst wohl nicht in Frage gekommen wären. Wenn Sie dem Kennenlernen des Patienten mehr Zeit widmen, werden diese sich sicherer fühlen, vermehrt Fragen stellen, und vor allem Ihrem Urteilsvermögen und Empfehlungen vertrauen.

 

2. Schöpfen Sie Ihr pädagogisches Potenzial mit Hilfe von hochwertigen Helfern voll aus. 

Ein Patient kann sich am Behandlungsstuhl ängstlich, gestresst und nervös fühlen. Es kann schwierig sein, vorgeschlagene Behandlungen nachzuvollziehen und deren Notwendigkeit vollständig zu verstehen. Viele Menschen besitzen keine genauen zahnmedizinischen Kenntnisse - insbesondere, wie Zahngesundheit den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflussen kann. Eine intraorale Kamera kann hierfür ein wertvolles pädagogisches Werkzeug sein. Die Erläuterung von intraoralen Bildern kann ein hervorragender Weg sein, um Vertrauen zu gewinnen und dem Patienten ein Problem, sowie die erforderliche Behandlung nachvollziehbar zu machen. Durch diese Aufklärung ermutigen Sie einen Patienten, einer vorgeschlagenen Behandlung zuzustimmen und darauf aufbauend selbst eine gute Mundhygiene durchzuführen.

 

3. Vertrauensbildung während und nach der Behandlung

Selbst der unbeschwerteste Patient kann sich während einer Behandlung nervös fühlen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um während der Behandlung mit ihm/ihr zu sprechen. Ihre Erklärungen helfen Ihren Patienten, sich zu vergewissern was mit ihnen geschieht. Fragen Sie regelmäßig, ob alles in Ordnung ist und bieten Sie bei längeren Behandlungen kurze Pausen an. Vergewissern Sie sich anschließend, dass der Patient über jede Nachsorge richtig informiert ist und stellen Sie sicher, dass er sich jederzeit an Sie wenden kann, sofern er eine zusätzliche Behandlung oder Informationen benötigt.

 

Kommunikation ist der entscheidende Faktor

Abgesehen von den drei hier beschriebenen Schritten sind vor allem auch Ihre Kommunikationsfähigkeiten, Ihre Worte, der Tonfall und Ihrer Körpersprache wichtige Faktoren, um das Vertrauen Ihrer Patienten zu erlangen und aufrechtzuerhalten. Innerhalb von wenigen Minuten eine Beziehung aufzubauen und Ihren Patienten Verständnis für ihre Situation zu zeigen, bevor Sie Ihre Sichtweise darlegen, hat entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Vertrauen. Anstatt ausschließlich Ihren Rat zu erhalten, wünscht sich die Mehrheit der Patienten ein ausführliches Gespräch zum Thema Mundpflege und möchten sich vor allem in den Behandlungsprozess einbezogen fühlen.

Letztendlich führt die persönliche Auseinandersetzung mit den langfristigen Gesundheitszielen Ihres Patienten zu einem natürlichen Vertrauen in Ihr Vorhaben. Dieses Vertrauen führt in weiterer Folge dazu, dass Sie eine aktive Rolle im Entscheidungsprozess des Patienten spielen. Nutzen Sie Ihre Kompetenz, um Ihre Patienten anzuleiten. Im Optimalfall helfen Sie ihnen damit, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Die Ablehnung einer vorgeschlagenen Behandlung beruht oft nicht auf den jeweiligen Kosten, sondern ist auf einen Mangel an Vertrauen des Patienten zurückzuführen. Wenn es Ihnen gelingt dies zu überwinden, werden Sie ganz von selbst eine bessere Beziehung zu Ihren Patienten entwickeln. 


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