Werbung für Ihre Praxis – Das Social Media Einmaleins

Kaum zu glauben, dass es eine Zeit vor Google und Bing gab, in der Patienten ein dickes Telefonbuch zur Hand nehmen mussten um einen Zahnarzt zu finden und um einen Termin auszumachen. Für Empfehlungen fragten sie Freunde oder blieben einfach beim Familienzahnarzt. Doch wie sieht dieser Prozess heute aus? Man sucht online und nutzt Social Media-Plattformen wie Facebook oder Twitter, um einen Zahnarzt zu finden.

Ihre Praxis in den sozialen Medien präsent zu machen, ist einfacher als Sie dachten und bringt eindeutige Vorteile:

  • Ihre bestehenden Patienten können Sie leichter weiterempfehlen
  • Sie können Tipps, Einblicke und andere nützliche Ratschläge für eine stärkere Patientenbindung geben
  • Veröffentlichen Sie Inhalte über Behandlungen, die Menschen gerne teilen und durch die Patienten mehr über klinischen Abläufe erfahren

Die beliebtesten Social Media – Plattformen sind zur Zeit Facebook, Twitter, YouTube und Pinterest (1). Hier lesen Sie, welchen Wert diese Plattformen für Ihre Praxis haben können, wie Sie Accounts einrichten und das beste Marketing-Ergebnis herausholen. 

Facebook

Hunderttausende Zahnärzte in ganz Europa kommunizieren mit ihren Patienten über Facebook*. Dies gilt sowohl für bestehende Patienten, als auch neue.  Das Erstellen einer Unternehmensseite auf Facebook ist fast genauso simpel, wie das einer persönlichen: 

1. Registrieren Sie sich für einen Account.

2. Geben Sie der Seite einen Namen (in der Regel der Name Ihrer Praxis).

3. Wählen Sie ein Profilfoto und ein Titelbild. Die meisten Unternehmen verwenden ihr Logo als Profilfoto und ein Bild von Produkten oder Leistungen als Titelbild. Bei Profilfotos und Titelbildern mit Logo oder Text erhalten Sie möglicherweise ein besseres Ergebnis mit einer PNG-Datei. Mehr Information finden Sie hier bei den Facebook-Empfehlungen.

4. Erzählen Sie den Leuten in einem kleinen Absatz von den Leistungen, die Ihre Praxis anbietet. Sie können auch einen sogenannten Call-To-Action (CTA) Button hinzufügen, der Besucher eine bestimmte Aktion ausführen lässt, wie zum Beispiel ein Anruf in der Praxis, oder ein Besuch Ihrer Website (2).

Sobald Sie Ihre Praxis-Seite veröffentlichen, geht es darum, ihr Potenzial voll auszuschöpfen, denn bei Facebook geht es um das Teilen von Information und das Anregen von Gesprächen. Ihre Ankündigungen und Beiträge sollten beide Zwecke erfüllen, informieren und zum Teilen einladen. Zum Beispiel:

  1. Bleiben Sie aktuell, indem Sie mehrmals in der Woche etwas posten. Teilen Sie spannende zahnmedizinische Entwicklungen von anderen Seiten, stellen Sie Ihren Abonnenten Fragen, oder veröffentlichen Sie Infos zu zukünftigen Angeboten  (3).

  2. Interagieren Sie mit Menschen, die Ihre Seite “liken” und kommentieren Sie Statusupdates und Posts. Facebook ist eine sehr soziale Plattform, je mehr Sie sich mit Ihren Abonnenten beschäftigen, desto erfolgreicher wird Ihre Seite  (3).

  3. Nutzen Sie eindrucksvolle Bilder und Videos. Das gilt sowohl für professionelle Profil- und Titelbilder, als auch für Tutorial-Videos, die zum Beispiel die richtige Zahnputztechnik vorführen oder wie der Zahnaufhellungsprozess funktioniert (5). Bilder von invasiven Eingriffen werden Ihrem Publikum vermutlich nicht gefallen, doch kosmetische Korrekturen – besonders Vorher-Nachher-Bilder –  können durchaus beliebt und als „teilenswert“ erachtet werden (6)

  4. Steigern Sie Ihre Bekanntheit, indem Sie dazu einladen, Ihre Seite zu liken (4).

Twitter

Auf Twitter werden Kurznachrichten, sogenannte “Tweets” gelesen und versendet. Diese sind auf je 280 Zeichen begrenzt. Daher lassen sich hier am besten schnelle Tipps und Links zu Artikeln teilen.

Wie bei Facebook, kann Ihre Twitter-Seite angepasst und mit Ihrem Branding versehen werden. Das Nutzerverhalten, so wie auch das gesamte Twitter-Publikum, ist jedoch anders. Während Facebook-Nutzer Ihre Posts „liken“ und „teilen“, können Ihre Twitter-Abonnenten Ihre Posts „favorisieren“ oder „retweeten“. Mit Twitter erreichen Sie eine andere Zielgruppe, bei der schnell zu lesende, auf den Punkt gebrachte Inhalte gut ankommen.

Das Erstellen eines Accounts ist einfach. Innerhalb von Minuten sind Sie mit Patienten und Kollegen vernetzt. Twittern Sie regelmäßig Nachrichten, die an Patienten gerichtet sind. In etwa so: „Nur zur Erinnerung: Heiligabend schließen wir um 12 Uhr.“ Oder: „In diesem Artikel gibt es tolle Tipps für gesunde Kinderzähne.“

Twitter hat als erste Social Media – Plattform Hashtags verwendet, die aus dem #-Symbol und einem Wort bestehen. Personen und Unternehmen verwenden Hashtags, wenn Ihre Tweets für das im Hashtag genannte Thema relevant sind. Posten Sie beispielsweise einen Tipp für gesunde Zähne und Zahnfleisch, könnten Sie den Hashtag #zahnpflegetipp hinzufügen. Das sieht ungefähr so aus:

„Kommen Sie alle sechs Monate vorbei – für ein gesundes Lächeln. #Zahnpflegetipp“

Twitter, Facebook und andere Social Media-Plattformen, wie Pinterest, Tumblr, Instagram und Google+ besitzen eine Funktion, mit der Nutzer nach bestimmten Hashtag suchen können. Durch Hashtags wie #zahnarztgeheimnis oder #saubereslächeln finden Ihre Patienten Ihre Posts leichter und Social Media wird zu einem Kommunikationskanal zwischen Ihnen und Ihren Patienten  (7).

YouTube

YouTube ist das weltweit führende Videonetzwerk, mit durchschnittlich vier Milliarden angesehenen Videos pro Tag (8). Zur Zeit besitzen über eine Million Unternehmen ihren eigenen YouTube-Kanal, dazu gehören auch Zahnärzte.

Dem Marktführer für digitales Marketing „Hubspot“ zufolge, werden Videos bis 2019 für 80% des gesamten Internetverkehrs verantwortlich sein. Falls das noch nicht Grund genug ist, YouTube in Ihr Marketing-Portfolio aufzunehmen: Hubspot sagt außerdem, dass Videos 90% der Kaufentscheidungen von Konsumenten beeinflussen.

Ihre Praxis kann Videos auf viele Arten nutzen. Unter anderem:

  • Für eine Praxisführung

  • Um Behandlungen vorzuführen

  • Zum Teilen von Patienten-Erfahrungsberichten

  • Für Zahnpflegetipps

  • Zum Thema Fragen & Antworten

Finden Zuschauer Ihre Videos nützlich und interessant, werden sie die Video-Links auf ihren eigenen Social Media – Accounts teilen und so die Bekanntheit Ihres Unternehmens weiter steigern.

Für einen Unternehmenskanal benötigen Sie zwei Dinge: einen Gmail-Account (denn YouTube gehört zu Google) und eine Handynummer. IIst beides vorhanden, folgen Sie einfach diesen Schritten, um Ihren Kanal zu erstellen. 

Pinterest

Pinterest ähnelt einer digitalen Pinnwand und dient dazu, Fotos mit anderen Menschen zu teilen. Nutzer erstellen Fotocollagen zu bestimmten Themen, wie Hobbies, Interessen oder aktuelle Nachrichten. Pinterest ist interaktiv, man kann also Pinnwände besuchen, Bilder „liken“ oder an seine eigene Pinnwand „repinnen“.

Pinterest ist visuell sehr ansprechend und damit eines der mächtigsten Werkzeuge im Social Media Bereich. Die Zahl der Empfehlungen ist auf Pinterest größer als die von allen Top-Plattformen zusammen. 

Wie können Sie Pinterest für Ihre Praxis nutzen? Hier ein paar Tipps:

  • Laden Sie beeindruckende Vorher-Nachher-Bilder von Behandlungen hoch (mit der Erlaubnis der Patienten).
  • Laden Sie freundliche, professionelle Fotos von Sich, Ihren Mitarbeitern und dem Büro hoch.
  • Wenn Ihre Praxiswebsite einen Blog hat, pinnen Sie die Posts an Ihre Pinnwand (9).

Sich bei Pinterest zu registrieren ist einfach. Danach können Sie Pinnwände nach Kategorien ordnen - wie „Zahnmedizin für Kinder“ oder „Kosmetische Zahnaufhellung“ und mit Inhalten versehen.

Wie sie sehen ist Social Media eine effektive Ressource, um Ihre Praxis für mehr Patienten zugänglich zu machen. Durch das Teilen von zahnmedizinischen Informationen, Tipps und Videos auf verschiedenen Plattformen, beteiligen Sie sich an Konversationen und lassen Ihre Praxis gut aussehen.

Sollten Sie allerdings das Gefühl haben, dieser Artikel sei etwas zu fortgeschritten, beginnen Sie doch zunächst einmal mit der Errichtung Ihrer Praxis-Website. Tipps dazu finden Sie hier.


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